Haushalt organisieren: Erstellen Sie einen Speiseplan

Haushalt organisieren - So erstellen Sie einen Speiseplan

„Was koche ich heute?“ – Diese Frage ist an vielen Tagen etwas, was mir Kopfzerbrechen bereitet. Trotzdem rege ich mich über den Satz "Was koche ich heute? - Mit dieser Frage gehen Millionen Frauen durch den Morgen", sehr auf, denn so steht es tatsächlich in einem meiner Kochbücher - in einer aktuellen Ausgabe! Der kochende Mann scheint bei Kochbuchverlagen noch nicht angekommen zu sein - oder sind Männer einfach besser organisiert und wissen am Morgen längst was sie auf den Tisch zaubern?

 

Damit mich diese Frage nicht jeden Morgen aufs Neue belastet, erstelle ich regelmäßig einen Speiseplan. Das sind die Vorteile und so gehen Sie dafür am besten vor:

 

Was koche ich heute? - So erstellen Sie einen Speiseplan

Vorteile eines Speiseplanes - Gesündere Ernährung, Zeit  und Nerven sparen

Gesunde Ernährung klappt mit Organisation leichter, denn gesundes Essen ist nicht nur eine Frage der Zutaten, sondern auch der Organisation. Wenn ich mir rechtzeitig überlege, was ich koche, dann gibt es weniger schnelle Notlösungen – nämlich Fastfood.

Dieser Meinung ist auch Holger Stromberg, Chefkoch und Ernährungsberater der deutschen Nationalelf: „Zu einer gesunden, zeitlich unaufwendigen und darüber hinaus für jeden bezahlbaren guten Ernährung gehören Organisation und ein Konzept.“ (Im Interview mit dem Zeit-Magazin „Gesund“)

Ein Speiseplan ist eine praktische Organisationshilfe im Alltag: Sie überlegen einmal, was Sie kochen, halten diese Gedanken schriftlich fest, schreiben am besten sofort einen dazupassenden Einkaufszettel - und danach haben Sie den Kopf frei und viele unbeschwerte Morgenstunden. Klingt gut, oder?

 

Wie muss ein Speiseplan aussehen? - Mehr Ideen für den Speiseplan durch Karteikarten

Es ist nicht so wichtig, wie Ihr Speiseplan aussieht. Sie können den Speiseplan einfach auf ein Blatt Papier, auf eine schöne Tafel oder in Ihr Smartphone eintippen. Wichtig ist, dass Sie ihn schriftlich festhalten. Vielleicht gefällt Ihnen aber auch meine neue Idee mit Karteikarten:

 

Was koche ich heute? - Ein Speiseplan mit Karteikarten

Was koche ich heute? Ideensammlung für den Speiseplan - mit Karteikarten
Was koche ich heute? Meine Ideensammlung für den Speiseplan

Manchmal vergesse ich bewährte Rezepte (hier im Blog habe ich deshalb eine Übersichtseite für alle meine Rezepte angelegt) oder meine Kinder beschweren sich, dass es niiiiieee ihre Lieblingsgerichte gibt. Letzte Woche hatte ich eine Idee, wie wir dieses Problem lösen können: Mit Karteikarten!

 

Jeder schreibt auf eine Karteikarte ein Gericht, das bald mal wieder gekocht werden soll. Auf die Rückseite der Karteikarte steht, wo das Rezept zu finden ist und welche Zutaten dafür eingekauft werden müssen (die Zutaten, die normalerweise nicht bevorratet werden).

Was koche ich heute? Pinnwand als Speiseplan - mit Karteikarten

 

Die Karteikarten habe ich sortiert (mögliche Kriterien siehe unten), damit die Zusammenstellung des Speiseplanes schneller geht. Für meinen Speisplan suche ich dann die entsprechenden Karteikarten heraus und hänge sie aufeinander (sodass immer der aktuelle Tag oben ist) an unsere Pinnwand.

 

Noch schöner ist es, wenn Sie jede Karte unter den entsprechenden Wochentag hängen - so wie rechts im Bild. Klingt doch gut, oder?

Was müssen Sie im Speiseplan berücksichtigen?

Nehmen Sie sich nicht zu viel vor. Es kommt nicht darauf an, dass der Speiseplan beeindruckend ist, wichtiger ist, dass Sie ihn auch einhalten. Versuchen Sie deshalb, realistisch zu planen und berücksichtigen Sie die

  • Wünsche und
  • Termine Ihrer Familie. Planen Sie den Nachmittagsunterricht der Tochter gleich mit ein.
  • Planen Sie auch das Kochen von größeren Mengen ein. So können Sie mit einmaligem Kochen mehrmals gesundes Essen servieren – entweder gleich am nächsten Tag, oder Sie frieren ein Mittagessen ein.
  • Wie viel Zeit haben Sie an den verschiedenen Tagen, das Essen zuzubereiten? Planen Sie entsprechende schnell zuzubereitende Gerichte, wenn Sie wenig Zeit haben.

Für wie viele Tage soll ein Speiseplan geplant sein?

Planen Sie nicht zu lange im Voraus. Bei uns hat es sich bewährt, einen Speiseplan für 5 Tage aufzustellen. Sie können natürlich auch 1 Woche im Voraus planen oder gar einen „ewigen“ Speiseplan aufstellen:

 

Ewig bedeutet in diesem Fall, dass der Speiseplan zum Beispiel für vier Wochen festgelegt ist und sich dann von vorne wiederholt. Diese Geschichte vom „ewigen“ Speiseplan habe ich im Tagesspiegel gelesen und sie hat mich irritiert. Das ist mir und meiner Familie dann doch zu viel Routine beim Essen.

Andererseits waren meine Kinder früher jeden Sommer für zehn Tage in einem Zeltlager. Hier gab es jedes Jahr vom ersten bis zum letzten Tag eine festgelegte Reihenfolge für das Mittagessen. Die Vorfreude auf das jeweilige Essen war für sie eines der Highlights des Zeltlagers. Feste Routinen gibt es ja auch in vielen Familien beim Weihnachtsessen oder beim Geburtstagskuchen. Und ein ewiger Speiseplan spart auf jeden Fall noch mehr Zeit und entlastet am Morgen viele Frauen.

Vielleicht gibt es ja einen Mittelweg. Ich könnte mir zum Beispiel vorstellen, im Speiseplan einen festen Tag für süße Hauptspeisen und einen Tag für ein Nudelgericht einzurichten. Das gibt dann einen schönen Rahmen für den wöchentlich neuen Speiseplan. Feste Tage für Gerichte ohne bestimmte Zutaten (zum Beispiel Fleisch), das ist ja in katholischen Gegenden sogar Tradition.

 

Und wie sind Ihre Erfahrungen mit einem Speiseplan?

Speiseplan erstellen und Ideen finden mit Karteikarten


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Kommentare: 6
  • #1

    Charlie (Freitag, 13 Februar 2015 17:54)

    Der Artikel ist sehr lesenswert! Ich habe es ja nicht so mit der Planung...
    VG Charlie

  • #2

    organisation-mit-sabine (Samstag, 14 Februar 2015 09:48)

    Dann gibt es bei dir wohl auch keinen ewigen Speiseplan ;-)
    Vielen Dank für deinen Kommentar.
    LG Sabine

  • #3

    Cat (Donnerstag, 19 Februar 2015 21:57)

    Danke für den Beitrag! Ich plane immer freitags meine komplette nächste Woche und kaufe dann samstags die Zutaten dafür ein. Ohne diese Planung würden mir entweder immer Zutaten fehlen oder schlecht werden, weil ich sie gar nicht alle verbrauchen kann oder mich spontan doch umentscheiden und was anderes kochen musste.

    Der ewige Speiseplan ist mir vermutlich auf Dauer etwas zu langweilig, zumindest wenn er sich nach einem Monat wiederholt. Wenn man die Spanne auf 3 Monate verlängert und vielleicht noch einen Flexi-Tag einbaut, kann ich mir durchaus vorstellen, dass das funktioniert :-)

    Liebe Grüße

  • #4

    organisation-mit-sabine (Freitag, 20 Februar 2015 08:06)

    Flexi-Tage sind eine gute Idee. Aber als Foodblogger braucht man davon viiieele ;-)
    Vielen Dank für deinen Kommentar und liebe Grüße
    Sabine

  • #5

    Anne M (Montag, 23 Februar 2015 17:41)

    Hier der erste Wochenplan meines Lebens:
    Vegane Woche: Kinder-und alltagstauglich
    1.Tag Erbsencurry mit Reis
    2. Tag Bratkartoffeln mit Salat
    3. Tag Gemüsesuppe mit Kartoffeln
    4. Tag Pommes mit Ketchup/Salat mit Sonnenblumkernen
    5. Tag Nudeln mit Tomatensosse
    6. Tag Gemüse-Wrap
    7. Tag Reis mit Gemüse, geröstete Erdnüsse
    den heiligen Schuss Sahne mit Kokosmilch ersetzen
    zum Motivationserhalt: Popcorn selber machen, mit Zucker natürlich und viel Obstsalat!
    vegane Schokolade- gescheitert, nix gegen Milka
    Mandelmilch in den Kaffee- grausam
    aufs Brot: Kichererbsenaufstrich, Paprikaaufstrich mit Gurke,Olivencreme, Avocado geht immer...
    kann man natürlich kaufen, bei zuviel Zeit selber machen

  • #6

    organisation-mit-sabine (Samstag, 28 Februar 2015 17:33)

    Super. Das hört sich nach veganer Fastenzeit an. Als "Nutella"-Ersatz empfehle ich mein veganes Haselnuss-Schokoladen-Mus. Ich bin gespannt, ob du jetzt regelmäßig einen Speiseplan machst.
    Liebe Grüße
    Sabine