Große Verpackung, kleiner Inhalt: Unnötiger Plastikmüll und die Frage "was können wir tun?"

Große Verpackung, kleiner Inhalt: Unnötiger Plastikmüll -  ein Beispiel von Netto

Vor ein paar Monaten lag mein Lieblingskäse, der BioBio-Emmentaler von Netto Marken-Discount, plötzlich in neuer Verpackung im Regal. Das ist eigentlich nicht schlimm, denn ab und zu muss eine Verpackung sicherlich ein moderneres Design erhalten.

 

Schwierig wird es für mich aber, wenn ein Produkt unnötig aufwendig verpackt wird. Besonders bei Bio-Produkten frage ich mich dann, wie wichtig kann einem Unternehmer umweltfreundliches und nachhaltiges Wirtschaften sein, wenn er sein wertvolles Bio-Produkt in unnötig viel Plastik steckt? Voll Öko! (der Werbespruch der Marke) ist das für mich jedenfalls nicht.

 

Daneben lag ein konventionell hergestellter Emmentaler mit "normaler" Plastikfolie verpackt. Ich habe beide Produkte gekauft, um zu prüfen, wie viel mehr Plastik beim Bio-Produkt verwendet wurde. Hier ist das Ergebnis meiner kleinen Untersuchung:

Verpackung muss sein, aber doch bitte so wenig wie möglich

  • 200 g BioBio-Emmentaler waren mit 30 g Verpackung vor Umwelteinflüssen geschützt,
  • beim 400 g Emmentaler von Hertz waren es nur 4,5 g.

Die halbe Menge Käse in mehr als 6-facher Plastikverpackung!

 

Der BioBio-Emmentalers soll wohl gleich in der Verpackung auf dem Tisch besonders schön präsentiert werden. Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten, aber ich finde den Plastikuntersatz mit künstlicher Holzmaserung sehr unsympathisch und verwende lieber ein schönes Holzbrett oder einen Teller zum Servieren. Dekoration aus Plastik zum Wegwerfen - voll öko?

 

Produkte möglichst sparsam zu verpacken und dadurch zum Beispiel Plastikmüll zu vermeiden, ist für mich genauso wichtig wie biologisch-nachhaltiges Wirtschaften und artgerechter Umgang mit Tieren. Und deshalb ärgert mich diese unnötig große Menge an Verpackung - ganz besonders bei einem Bio-Produkt.

 

Unnötiger Plastikmüll und was können wir tun?

Was sagt Netto bzw. der Hersteller dazu?

 

Von Netto habe ich die Antwort bekommen, dass meine E-Mail an den Hersteller weitergeleitet wurde. Vom Hersteller habe ich dann allerdings nichts mehr gehört ...

 

Was können wir tun? Ich finde, wir sollten uns zum Schutz unserer Umwelt nicht mit Scheinopfern zum Vermeiden von Plastikmüll wie Einkaufstüten (und neuerdings Trinkhalmen) zufrieden geben, sondern in allen Bereichen Müll sparen. Firmen, die das nicht von selbst bei der Entwicklung ihrer Verpackungen beachten, müssen vom Markt, also von den Kunden dazu gezwungen werden.

 

Zukünftig kaufe ich deshalb meinen Bio-Käse woanders und ich hoffe, dass viele andere Käufer genauso reagieren und die Verpackung wieder geändert wird.

 

Wie sind Ihre Erfahrungen beim Einkaufen, was ärgert Sie besonders?

Große Verpackung, kleiner Inhalt: Unnötiger Plastikmüll -  ein Beispiel von Netto


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Kommentare: 3
  • #1

    Barbara (Sonntag, 12 November 2017 14:24)

    Hallo Sabine, super, dass Du dieses Thema aufgreifst. Ich sehe das genauso und ärgere mich auch, wenn zum Beispiel Bio-Äpfel auf einem Styropor-Tablett mit viel Folie drumherum eingepackt sind oder überhaupt ein Artikel vorwiegend aus Verpackung besteht. Meinen Käse kaufe ich deswegen (und weil es da besonderes leckere Sorten gibt) meistens auf dem Wochenmarkt oder in der Käserei - da wird er nur in Ppaier eingeschlagen ...

  • #2

    Bettina (Sonntag, 12 November 2017)

    Sehe ich auch so. Ganz besonders bei Bio-Produkten sollte man meinen, dass die Hersteller auch auf die Verpackung achten. Allerdings gibt es selbst in vielen Bio Supermärkten frisches Gemüse in Plastikverpackung. Sehr ärgerlich!

  • #3

    Mara (Mittwoch, 15 November 2017 14:58)

    Danke, dass du das ansprichst! Ich ärgere mich immer tierisch, wenn die Lebensmittel in unmengen von Plastik eingepackt sind. Für mich ist mittlerweile die Verpackung genau so massgebend bei der Produktauswahl, wie die Qualität selbst vom Produkt. Bei uns in der Region gibt es die Einkaufskette Hieber (Edeka) und ich liebe es dort, dass man die eigenen Behälter mitbringen kann, um Fleisch, Käse usw. von der Theke einzupacken.